Vorsorge fürs Alter: Mit Versicherungen Vermögen bilden
Das Emnid-Institut befragte 1998 im Auftrag einer großen Versicherungsgesellschaft die Deutschen nach ihren Sparzielen. Danach glauben 83 Prozent nicht mehr daran, dass die gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft einen ausreichenden Lebensunterhalt im Alter gewähren wird. Nach der Arbeitslosigkeit, die 90 Prozent aller Befragten befürchten, ist die Rentenfrage damit zum drängendsten Problem geworden. Die Folge: Insgesamt 59 Prozent der deutschen Bevölkerung sorgen privat für ihr Alter vor und geben dafür im Schnitt 125 Euro pro Monat aus. Das ist ein Anstieg von elf Prozent innerhalb eines Jahres. Auf welche Weise sichern sich die Menschen ab?
Aus dem Bedürfnis des Menschen, die eigene Existenz gegen Unglücksfälle abzusichern, entsprang die Idee der Versicherungen.
Welche Versicherungen für die Riester Altersvorsorge zweckmäßigerweise eingesetzt werden und welche Sie nicht vergessen sollten, erfahren Sie hier auf den folgenden Seiten. Denn nur allzu oft zerplatzt der schönste Lebenstraum, weil ein grundlegendes Risiko, beispielsweise der vorübergehende oder dauernde Ausfall der Arbeitskraft, nicht berücksichtigt wurde.
Die Feststellung mag Sie überraschen, aber Versicherungen sind im Grunde nichts anderes als Wetten. Sie wetten, dass Ihr Haus abbrennt. Dafür geben Sie Ihren Wetteinsatz. Wenn Ihr Haus nun tatsächlich abbrennt, haben Sie die Wette gewonnen und erhalten den Wettbetrag. Brennt Ihr Haus nicht ab, haben Sie die Wette verloren und damit auch Ihren Wetteinsatz.
Nun mögen Sie argumentieren, das Alter und der Tod seien keine Risiken, sondern treten ganz gewiss ein. Dennoch behandeln die Versicherungsgesellschaften diesen Vorgang als Wagnis oder als Risiko, weil nicht bekannt ist und nur aus statistischen Erhebungen ermittelt werden kann, wann das Ereignis, der Todesfall nämlich, eintreten wird. Eine Lebensversicherung ist also eine Wette darüber, ob der Tod vor der statistischen Wahrscheinlichkeit bzw. vor dem 60. oder 65. Lebensjahr eintritt oder erst später. Tritt er vorher ein, haben Sie die Wette gewonnen und die Versicherungssumme wird an Ihre Angehörigen ausgezahlt, tritt er später ein, muss die Versicherungsgesellschaft länger als durchschnittlich vorgesehen zahlen.
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